
Wie können Gasheizkessel einen Wirkungsgrad von 110 % erreichen?
Derzeit können allein mit der Brennwerttechnik fast 100 % Brennstoff in Nutzenergie umgewandelt werden. Der Vorteil von Brennwertkesseln ist, dass sie auch die Wärme des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes zum Heizen nutzen. Die Energiebrennstoffe haben unterschiedliche Wassergehalte und werden bei der Verbrennung in Wasserdampf umgewandelt. In einem durchschnittlichen Wohnhaus mit einem herkömmlichen Heizkessel gehen pro Jahr etwa 3000 Liter Wasser als Wasserdampf durch den Schornstein. Wollte man diese Menge bis zur Verdampfung erhitzen, bräuchte man eine ganze Menge Energie. Genau diese Energie kann im umgekehrten Prozess durch Kondensation als nützliche Heizenergie genutzt werden. Wenn wir uns die Energie des Wasserdampfes zunutze machen, klettern wir über die magischen 100 % Energieeffizienz, dank der Zustimmung der Hersteller in der Vergangenheit, als dies technisch noch nicht möglich war.
Wie erreicht man mit Gas-Brennwertkesseln maximale Effizienz?
Wenn Sie sich für Gas als Heizquelle entschieden haben, empfehlen wir Ihnen einen Brennwertkessel als erste Wahl. Dies gilt insbesondere, wenn Sie sich für eine Fußboden-, Wand- oder kombinierte Heizung entschieden haben. Um einen maximalen Wirkungsgrad zu erreichen, ist es wichtig, das Wasser im Heizsystem auf eine möglichst niedrige Temperatur zu erwärmen, die noch die Wärmeverluste des Gebäudes deckt und die gewünschte Raumtemperatur gewährleistet. Wenn das Wasser im System (z. B. Fußbodenheizung) weniger als 40 ˚C beträgt, können wir sicher sein, dass die Abgase im Kessel so weit abgekühlt sind, dass der Wasserdampf erfolgreich kondensiert. Der Wirkungsgrad eines Gaskessels liegt bei bis zu 110 %, während ein Öl-Brennwertkessel aufgrund des geringeren Feuchtigkeitsgehalts des Öls einige Prozent weniger erreicht.

Für welche Gebäude sind Gas-Brennwertkessel die perfekte Lösung und in welchen werden sie keine optimalen Ergebnisse liefern?
Die Renovierung eines bestehenden Gebäudes muss gut überlegt sein. Insbesondere raten wir davon ab, einen Brennwertkessel in Gebäuden zu installieren, die nicht über eine gut gedämmte Fassade und hochwertige Fenster verfügen, was zu hohen Temperaturverlusten führt. Die Beheizung eines solchen Gebäudes erfordert eine höhere Heizwasservorlauftemperatur als die optimalen 40 ˚C, was sich vor allem in Zeiten niedriger Temperaturen bemerkbar macht. Der Brennwertkessel liefert zwar ausreichend Wärme für ein solches System, arbeitet aber nicht mit maximalem Wirkungsgrad. Ausnahmen sind Gebäude mit guter Wärmedämmung und leicht überdimensionierten Heizkörpern. In diesem Fall kann das Gebäude aufgrund der Größe der Heizelemente (Heizkörper) auch bei niedrigeren Temperaturen beheizt werden, ohne dass der Vorteil verloren geht,
durch Brennwerttechnik.









